Rezension: Wenn du zurückkehrst – Nicholas Sparks

Guten Abend meine lieben ♥ Gemeinsam mit anderen Sparks Fans durfte ich seinen neuen Roman in einer Leserunde auf Lovelybooks lesen und war schon ganz gespannt darauf wie uns,mein persönlicher King of Romance,dieses mal verzaubert. Warum dieser Roman ganz anders war als erwartet und mich trotzdem sehr berühren konnte, erfahrt ihr jetzt.

Die Rezension ist im gesamten Spoilerfrei, allerdings wird ein Thema genannt, welches in dem Buch behandelt wird und bereits ganz zu beginn thematisiert wird. Falls ihr euch komplett überraschen lassen wollt, solltet ihr an dieser Stelle auf meine Rezension verzichten.

Anders als gedacht – aber trotzdem sehr vertraut. Mich konnte es berühren.

Kurzrezension Bunt.gelesen

Klappentext:

Trevor ist 32 und an einer Wegscheide in seinem Leben angekommen. Da stirbt sein Großvater und hinterlässt ihm sein heruntergekommenes Cottage in North Carolina – samt riesigem wildwucherndem Garten und zwanzig Bienenstöcken. Trevor beginnt das Haus wieder instand zu setzen und kümmert sich mit Begeisterung um die Bienenvölker. Und er lernt zwei geheimnisvolle Frauen kennen, die ihn beide auf ganz unterschiedliche Weise in ihren Bann ziehen: die Polizistin Natalie, zu der er sich sofort hingezogen fühlt, die seine Gefühle auch zu erwidern scheint – und die sich doch nicht an ihn binden kann. Und die Jugendliche Callie, die sich ganz allein durchs Leben schlägt und offensichtlich mit schwerstwiegenden Problemen kämpft. Kann Trevor Callie retten und Natalie für sich gewinnen?

Verlag: Heyne

ISBN: 9783453271746

Seitenzahl: 448

Erscheinungsdatum: 20.06.2020

Als ich das Buch begonnen habe, erwartete ich noch eine klassische Sparks Geschichte in der der Fokus auf einer neuen oder alten Liebe liegt und genau aus diesem Grund wurde ich überrascht. Gefallen hat es mir aber trotzdem sehr gut.

Die Geschichte wird ausschließlich aus der Sicht von Trevor erzählt. Trevor hat bereits viel erlebt und Stück für Stück erfährt der Leser seine bisherige Geschichte. Auch wenn der Schreibstil bzw. die Erzählung in diesem Teil relativ nüchtern und direkt ist, merkt man sofort, dass Trevor ein großes Päckchen zu tragen hat. Nach dem Anschlag auf das Krankenhaus in welchem er in Afghanistan arbeitete, leidet er nicht nur an körperlichen, sondern auch an psychischen Verletzungen. Ich mag sehr wie Sparks die PTBS Thematik in diese Geschichte einbaut und auch den offenen Umgang, welchen der Protagonist in Bezug auf die gesamte Thematik pflegt. Besonders finde ich, dass wir in dem Buch gemeinsam mit Trevor ganz neu in dem Setting ankommen un er dementsprechend bisher auch niemanden kennt.

Das Setting ist auch in „Wenn du zurückkehrst“ – typisch für Sparks – wunderschön. Ich mag seine Art den Settings leben einzuhauchen und dieses Gefühl hatte ich auch in New Bern wiedermal. Die kleine Bootstour auf die er seine Protagonisten schickt, durch welche man die Umgebung einfach noch besser kennen lernt und man sich die Besonderheiten besser vorstellen kann,ist hier nur eine der Passagen die er nutzt um den Leser mit der Umgebung vertraut zu machen. Generell hat mir das Setting des kleinen Dorfes, mit dem Bauernmarkt und der Vernetzung der Personen gut gefallen.

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Im Verlauf lernt Trevor gleich zwei Frauen kennen, welche ihn beide auf unterschiedliche Arten nicht mehr loslassen. Zum einen lernen wir Natalie kennen, die bei der örtlichen Polizei arbeitet und die Trevor auf Anhieb begeistern kann. Trotzdem lässt sie sich nicht auf ihn ein. Und zum anderen lernen wir Callie kennen, welche noch verschlossener ist als Natalie und großes Interesse daran hat unauffällig zu bleiben und zu niemandem zu viel Nähe zuzulassen. Die Liebesgeschichte zwischen Natalie und Trevor entwickelt sich für meinen Geschmack ein wenig zu schnell und nicht so tiefgründig wie gewohnt – am Ende ergibt jedoch vieles einen Sinn und wird nachvollziehbarer. Trotzdem gibt es für diesen Punkt einen kleinen Abzug. Gut gefallen hat mir aber, dass der Fokus nicht nur auf der Liebesgeschichte lag, sondern auch auf anderen Thematiken / Geschichten.

Neben seinem Cottage hinterlässt ihm sein Großvater allerdings auch Bienenstöcke und ein Rätsel,welches es zu lösen gibt. Warum ist sein Großvater kurz vor seinem Tod noch in einer anderen Stadt gewesen und wer hat sich in der Zwischenzeit bis zu Trevors auftauchen um dem Cottage niedergelassen? Beide Thematiken haben mir gefallen, während ich die Szenen mit den Bienen unglaublich interessant fand, war das zusammenfügen der Puzzle teile rund um das Rätsel sehr spannend und zum Teil habe ich auch noch darüber nachgedacht, wenn ich das Buch bereits nicht mehr in den Händen hatte.

Der Schreibstil war für mich sehr vertraut und es hat sich tatsächlich angefühlt als würde ich nach Hause kommen oder mir meinen liebsten Pulli anziehen. Nicholas Sparks kann in meinen Augen wunderschöne Settings mit teils dramatischen Liebesgeschichten erschaffen – und auch wenn hier der Fokus nicht nur auf der Liebesgeschichte liegt, hat er es doch geschafft mich in den Bann zu ziehen und für das Buch zu begeistern.

Auch wenn dieses Buch nicht in allen Punkten ein typischer Sparks ist, konnte es mich doch am Ende begeistern und gerade das Geschehen rund um Trevors Großvater konnte mich sehr berühren. Zwar liegt der Fokus nicht wie gewohnt auf der dramatischen Liebesgeschichte, aber – für mich – war es am Ende doch stimmig und passen.


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