Rezension: Words I Keep – Josi Wismar

Ganz ehrlich: Die Vorfreude war riesig, der Klappentext klang grandios. Ich wollte dieses Buch so sehr fühlen, wollte 5 Sterne & Highlight unter diese Rezension setzen aber – I didn’t feel it. Wieso und warum “Words I Keep” mich nicht mitgenommen hat erzähle ich euch jetzt ausführlich.  

Das Buch wurde mir vom Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt, wofür ich mich an dieser Stelle herzlich bedanken möchte.

Für mich leider insgesamt enttäuschend.

Kurzrezension Bunt.gelesen

Klappentext:

Es gibt Worte, an die man sich für immer erinnern möchte

Die schüchterne Studentin und Buchbloggerin Emely lebt zusammen mit ihrer älteren Schwester Cassidy im wunderschönen Amber Falls in den Rocky Mountains. Cas, ihre Bookstagram-Community und ihre besten Freunde Lexie und Will sind für Em das Wichtigste im Leben. Als sie dem attraktiven, aber undurchschaubaren David begegnet, fühlt sie es sofort: die Aufregung des Neuen, das Knistern des ersten Verliebtseins. Jedes Mal, wenn sie sich begegnen, sprühen die Funken. Doch die Beziehung mit ihm verändert Em und treibt einen Keil zwischen sie und Cas. Kann er der Richtige sein, wenn er ihr Leben so durcheinanderbringt? Em muss sich entscheiden, oder sie verliert alles. Gibt es Happy Ends doch nur in Büchern und nicht im echten Leben?

Verlag: Heyne

ISBN: 978-3-453-42520-0

Seitenzahl: 400 Seiten

Erscheinungsdatum: 10.01.2022

Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht von Emely, einer schüchternen Studentin die gemeinsam mit ihrer Schwester zusammenlebt, nachdem ihr Vater gestorben und ihre Mutter die beiden alleingelassen hat. Em ist für mich leider sehr flach geblieben, man erfährt nur sehr wenig aus ihrer Vergangenheit und auch mit ihren Gedanken sowie Gefühlen geht Sie sehr sparsam um. Als Buchbloggerin brennt Sie für Wörter und Geschichten, aber schon an dieser Stelle wurde ich ein wenig enttäuscht. Wir alle brennen für unser Hobby – das Bloggen, leider wurde diese Leidenschaft in der Geschichte nicht greifbar für mich. Zwar wird zu Beginn etwas mehr darüber gesprochen, allerdings verliert sich dies innerhalb der Geschichte vollkommen, insgesamt bleibt dieses Thema wider meiner Erwartungen sehr emotionslos. Alle paar Seiten wird wieder etwas eingeworfen, allerdings auch nur als Hinweis am Rande. Auch zu den Auslösern der Probleme, Tod des Vaters sowie Verlassen der Mutter, gibt es keinerlei Hintergrundinformationen, welche dies greifbarer machen würden. Insgesamt konnte ich zu Emely keinen emotionalen Bezug aufbauen, weil ich bis zum Schluss das Gefühl hatte, nicht mal einen kleinen Teil von ihr zu kennen. Natürlich macht Sie bis zum Ende eine Charakterliche Entwicklung durch, diese kam allerdings für mich ziemlich plötzlich und war daher wenig nachvollziehbar.  

Anders war es bei Lexie, ihrer besten Freundin. Lexie konnte mich ziemlich schnell begeistern, da ich ihre sarkastische Art unglaublich gerne mochte. Ebenso hat sie mir als Freundin einfach unglaublich gut gefallen. Ohne viele Worte oder Erklärungen wusste Sie was Em braucht und lässt im Notfall alles stehen und liegen, um bei ihr zu sein. Will war für mich ebenfalls leider eher flach, rückblickend fallen mir vor allem seine Glücks Kecks Sprüche und Lebensweisheiten ein, vielmehr ist leider nicht hängen geblieben. Insgesamt ist mir aber auch die Freundschaft der drei zu oberflächlich geblieben, was sie als Freunde ausmacht kann ich leider nicht beantworten.  

Die Story blieb für mich leider wenig Spannend und hat mich an vielen Stellen verwirrt. Zunächst einmal die Beziehung zwischen Emely und ihrer Schwester Cas, für mich das allergrößte Übel. Ich hatte so viel über Geschwisterliebe etc. In Bezug auf dieses Buch gelesen, dass ich wirklich ein wenig schockiert war. Die Beziehung der beiden ist meiner Meinung nach durch und durch toxisch. Ich bin auch nicht der Ansicht, dass David einen Keil zwischen Em und Cas treibt, bereits vor der Beziehung der beiden war ich von Cas Verhalten extrem schockiert. Statt dieses Verhalten klar als toxisch zu deklarieren, hatte ich viel mehr das Gefühl es wird verharmlost und durch die schwere Vergangenheit hingenommen.  

Dann der nächste Knackpunkt, die Lovestory von Emily und David. Ein Kennenlernen hat kaum stattgefunden, da sind sie schon zusammen und es wird darüber geschrieben wie viel sie schon erlebt haben. Mehr als einmal habe ich zurückgeblättert, um zu schauen, ob ich Seiten übersprungen habe. Während Sie sich auf einer Seite gerade das erste Mal gesehen haben, sind sie auf der nächsten Seite bereits ein Paar und sehr vertraut miteinander. Das ging mir eindeutig viel zu schnell, die Beziehung entstand für meinen Eindruck aus dem nichts heraus. Immerhin war diese genauso schnell auch wieder vorüber, auch der weitere Verlauf ihres Liebeslebens konnte mich leider nicht mitreißen.  

Last but not least, der Schreibstil. Insgesamt habe ich den Schreibstil der Autorin als angenehm und flüssig zu lesen empfunden, jedoch gab es immer wieder Stellen an denen die Sätze sehr abgehakt wirkten und Dinge von den vorherigen Seiten wiederholt wurden. Wirklich gestört haben mich die scheinbar wahllos eingeworfenen poetischen Sprüche, zeitweise war ich wirklich genervt da sie aus meiner Sicht nicht zum geschehenen gepasst haben.  

Falls euch der Klappentext zusagt, oder ihr aus anderen Gründen das Buch lesen wollt – bildet euch eure eigene Meinung! Vergesst bitte nicht, dass meine Rezensionen auf meinen Wahrnehmungen beruht und diese bei euch vollkommen anders sein können!

Ich persönlich habe Hoffnungen für den zweiten Teil der Reihe, einfach weil ich Lexie bereits im ersten Teil anders wahrgenommen habe als Em und mir vorstellen kann, das mir ihre Geschichte gut gefallen wird.

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