Rezension: Sauerteig, Glück vermehrt sich in 4 Tagen – Martina Goernemann

Hallo meine lieben, heute gibt es mal wieder eine Sachbuch Rezension. Und zwar habe ich vor einiger Zeit entdeckt, dass mich Backen unglaublich entspannt und auch sehr schnell war klar, am liebsten mag ich Sauerteig. Hals über Kopf haben wir die ersten Versuche gestartet und Edward & Jacob waren ein Teil unserer kleinen Familie. Leider hielt das Glück nicht lange an und wir mussten beide beerdigen (Ruhet in Frieden). Nachdem dieses tolle Buch angekommen ist haben wir mutig einen Neustart gewagt und was soll ich sagen, wir sind ziemlich glücklich mit Jacob 2.0.

P.S. Auf dem Bild könnt ihr auch Jacob 2.0 entdecken 🙂

So viel mehr als ein einfaches Backbuch! Ein absolutes Must Read für alle leidenschaftlichen Brotbäcker.

Kurzrezension Bunt.gelesen

Klappentext:

Kurzweilig, herzlich, beeindruckend

„Glück vermehrt sich in vier Tagen“ ist kein leeres Versprechen. Es ist ganz einfach, man braucht nicht viel dazu: Sauerteig und ein leeres Marmeladenglas. Man gibt Mehl, Wasser und Geduld hinein und bald fängt das Ganze an zu blubbern. Wir füttern den Sauerteig, er lehrt uns, Brote zu backen. Köstliche Brote, die jeder kann und jeder mag. Es steckt nämlich eine Glücksformel im Sauerteig und dieses Buch nimmt Sie mit auf die Reisen zu den Menschen, die von diesem Glück berichten können und zu den Broten, die aus diesem Gefühl heraus entstanden sind.

Ausstattung: Mit ca. 200 Farbfotos

Verlag: Bassermann Verlag

ISBN: 978 – 3 – 8094 – 4173 – 1

Seitenzahl: 192 Seiten ; ca. 200 Farbfotos

Erscheinungsdatum: 23.09.2019

Nach unserem Desaster mit Edward & Jacob, übrigens Dinkel- und Roggenanstellgut, war klar: so geht es nicht weiter. Trotzdem wollte mich der Sauerteig nicht loslassen. Die Zeit welche ich damit verbracht habe beide zu füttern und zu umsorgen haben mir so viel Entspannung gebracht, dass ich unbedingt einen Neustart wollte. Aber natürlich nicht so blauäugig wie vorher, also wurde gestöbert und so wurde ich auf Martina Goernemann aufmerksam und habe mich unglaublich auf die Ankunft ihres Buches gefreut.

Und ich wurde nicht enttäuscht, sondern habe so viel mehr bekommen als ein schnödes Backbuch. Martina Goernemann erzählt von ihrer Reise mir ihrem Sauerteig. Und auch wenn ich eine solche Reise nicht plane, konnte ich einiges aus ihrem Wissen rausholen. Natürlich startet das Buch mit der Grundlage, wie bekomme ich überhaupt einen guten Sauerteig und was mache ich wenn es mal nicht so läuft?

Nach unserem Ansatz habe ich mich dem Rest des Buches gewidmet und kann tatsächlich sagen, auf jeder weiteren Seite wurde der Sauerteig zu etwas anderem. Nicht nur ein Teig an sich, sondern vielmehr ein Spirit, eine Möglichkeit für mich selbst zu Sorgen und irgendwie eine Lebensphilosophie. Hört sich seltsam an, aber durch das ständige umsorgen ist er fast etwas wie unser Haustier, welches nebenbei dafür sorgt, dass wir leckeres Brot auf den Tisch bekommen.

Satt aneinander gereihter Rezepte konnte ich hier auf den Seiten interessante Menschen kennen lernen, deren Leben sich um Sauerteige dreht. Und immer wieder wertvolle Tipps aufgreifen die mittlerweile feste Bestandteile in meiner Backroutine sind. Interessant sind die verschiedenen Orte, Menschen und Denkweisen auf jeden Fall und aus jedem Kapitel konnte ich wirklich lernen.

Der Schreibstil hat mir dabei sehr gut gefallen, Goernemann schreibt verständlich, fließend und transportiert mit ihren Worten ihre Gefühle in Bezug auf Sauerteige. Und diese sind definitiv bei mir angekommen. Sie thematisiert Fehler oder Vorkommnisse die passieren können und mach gleichzeitig Mut es trotzdem weiter zu probieren. Die Einteilung der Kapitel hat mir auch sehr gefallen, auch wenn ich zunächst etwas überfordert war, da ich vielmehr eine Einteilung nach Rezepten erwartet habe.

Für mich ist dieses Buch nach anfänglicher Irritation wirklich eine Goldgrube an Wissen, Ratschlägen und Tipps. Für mich hat es einen festen Platz in meiner Küche und ich kann es euch sehr ans Herz legen, wenn ihr euch mit dem Thema vertraut machen wollt.

Martina Goernemann hat es geschafft, dass der Sauerteig bei uns zu so viel mehr wurde als nur ein „Teig“.

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