Rezension: Die Tribute von Panem X – Suzanne Collins

Lange, wirklich lange habe ich mir gewünscht nochmal ins Panem Universum einzutauschen, denn auch wenn die Welt nicht besonders friedlich oder schön ist, hat Suzanne Collins mich bereits damals in ihren Bann gezogen.

Und dann habe ich von Panem X gehört und es war sofort klar, sobald es da ist wird es gelesen. Und genau das habe ich gemacht 🙂 Also lehn euch zurück, denn ich heiße euch Willkommen bei den 10. Hungerspielen…

Endlich zurück in Panem! Ein sehr gelungenes Prequel mit der typischen Panem Atmosphäre.

Kurzrezension Bunt.gelesen

Klappentext:

Ehrgeiz treibt ihn an.
Rivalität beflügelt ihn.
Aber Macht hat ihren Preis.
Es ist der Morgen der Ernte der zehnten Hungerspiele. Im Kapitol macht sich der 18-jährige Coriolanus Snow bereit, als Mentor bei den Hungerspielen zu Ruhm und Ehre zu gelangen. Die einst mächtige Familie Snow durchlebt schwere Zeiten und ihr Schicksal hängt davon ab, ob es Coriolanus gelingt, seine Konkurrenten zu übertrumpfen und auszustechen und Mentor des siegreichen Tributs zu werden.
Die Chancen stehen jedoch schlecht. Er hat die demütigende Aufgabe bekommen, ausgerechnet dem weiblichen Tribut aus dem heruntergekommenen Distrikt 12 als Mentor zur Seite zu stehen: Lucy Gray, das Mädchen im Regenbogenkleid, das zwar singen kann, aber für den Kampf ungeeignet zu sein scheint. Jede Entscheidung, die Coriolanus trifft, könnte über Erfolg oder Misserfolg seines zukünftigen Lebens entscheiden und Lucys Leben vorzeitig beenden. Es beginnt ein brutaler Kampf in der Arena, bei dem Coriolanus schnell feststellt, dass sein Schicksal untrennbar mit Lucy Grays verbunden ist.

Verlag: Friedrich Oetinger GmbH

ISBN: 9783789120022

Seitenzahl: 608

Erscheinungsdatum: 19.05.2020

Über das Cover brauche ich denke ich nicht viel sagen, es ist schlicht aber gleichzeitig ein totaler Hingucker und wirklich edel. Etwas schade fand ich, dass nicht der Buchschnitt gefärbt ist, sondern es „nur“ eine Klappe aus Papier ist welche das den Buchschnitt umhüllt. Trotzdem ist dieses Detail wunderschön, auch wenn es mich beim Lesen manchmal etwas gestört hat.

Bereits im ersten Abschnitt des Buches war ich gedanklich schon wieder total in Panem gefangen. Die Stimmung des Buches und auch das Setting ist total passend zu den vorherigen Teilen und trotzdem auf die Zeit vorher angepasst. Man erkennt einiges wieder und trotzdem merkt man, dass es anders ist als wir es bisher kennen. Natürlich startet die Geschichte direkt im Kapitol – dem Zuhause von Coriolanus. Und es ist tatsächlich ganz anders, als ich es mir bis dato vorgestellt habe. Es ist noch weit weg von dem glamourösen, prunkvollen und vollkommen überladenden Kapitol wie wir es bisher kannten – und trotzdem hat es bereits diesen einzigartigen Flair.

Man erlebt die 10. Hungerspiele von Panem von beginn an und erfährt auf welcher Grundlage das Mentorenprogramm eingeführt wurde. Durch viele für mich unerwarteten Wendungen hat dieses Buch eindeutig Suchtpotenzial. Die Storyline war in meinen Augen stets voller Spannung und konnte mich fesseln, zu keiner Zeit hatte ich das Gefühl es würde sich ziehen oder langweilig werden.

Die beteiligten Charaktere sind meiner Meinung nach sehr gut gelungen und passen perfekt in diese Welt. Der Protagonist Coriolanus Snow ist ja alt bekannt und dennoch konnte dieser Charakter mich häufig innerhalb der Geschichte überraschen. Suzanne Collins liefert hier den perfekten Beweis dafür, dass es möglich ist den Protagonisten nicht sympathisch zufinden bzw. viel eher zu hassen und das Buch trotzdem zu lieben. Lucy Grey, welche als Tribut für Distrikt 12 antritt und somit Snows Schützling ist, konnte mich an vielen Stellen sehr berühren und gerade ihre musikalische Ader hat das Buch zu etwas besonderem gemacht. Wenn ihr es lest wisst ihr ganz genau was ich meine. Hier bin ich übrigens schon sehr gespannt, wie es im Film umgesetzt wird 🙂 Meine lieblinge Sejanus und Dr. Gaul, also zwei nebencharaktere die auf ihre Art und weise aber unglaublich gelungen sind. Sejanus ist einfach durch und durch gut und konnte mich damit für sich gewinnen und Dr. Gaul, naja sie ist einfach wahnsinnig verrückt und wird so unfassbar gut beschrieben.

Der Schreibstil von Suzanne Collins konnte mich auch bei Panem X wieder mitreißen. Bereits bei der Trilogie mochte ich die vielen kleinen Details und diese sind mir hier auch wieder positiv aufgefallen, zudem erfährt man immer wieder etwas, dass an die bisherigen Teile anknüpft beziehungsweise etwas das wir bereits kennen erklärt. Darüber hinaus haben mir auch die Beschreibungen des Settings und die gedanklichen Monologe Snows richtig gut gefallen, da die Autorin es schafft eine Atmosphäre zu kreieren welche absolut typisch zu Panem ist und doch die Besonderheit der Zeit herausstellt.

Das einzige was ich kritisieren könnte ist, dass ich mehr will. Ich will mehr über Snows weiteren Werdegang wissen und erfahren wie es noch zu so vielen anderen Dingen kommen konnte. Ein klein wenig Hoffnung habe ich ja noch, dass wir es vielleicht irgendwann erfahren.

Vor dem Buch war ich sehr nervös, ob es mit meiner Erinnerung an Panem mithalten kann, jetzt kann ich sagen: Das kann es absolut, auf ganz andere Art und Weise und trotzdem herausragend. Aus diesem Grund kann ich euch das Buch wirklich empfehlen und wünsche euch ganz viel Spaß auf der Reise ins vergangene Panem 🙂

Über einen Besuch auf meiner Lovelybooks Seite würde ich mich auch sehr freuen, sie ist nur einen Klick entfernt 

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